Diese Checkliste richtet sich an Betreiberinnen und Betreiber, die Renovierung, Dämmung und Haustechnik koordiniert planen wollen. Ziel ist, Nutzen und Risiken sichtbar zu machen, bevor Angebote eingeholt und Gewerke beauftragt werden. Notieren Sie pro Punkt Verantwortliche, Terminfenster und Abhängigkeiten.
Bestandsaufnahme: Erfassen Sie Baujahr, bisherige Sanierungen, Heizsystem, Warmwasserbereitung, Lüftung und Zustand der Gebäudehülle. Prüfen Sie auffällige Stellen wie Wärmebrücken, Feuchtebereiche und Zugluftquellen, idealerweise mit einem Energieberater oder Fachbetrieb. Risiko: Ohne belastbare Daten entstehen Fehlplanungen, die später Mehrkosten und Baustopps auslösen.
Zielbild und Prioritäten: Legen Sie fest, ob der Fokus auf Energieeffizienz, Komfort, Schallschutz oder Werterhalt liegt. Definieren Sie Messgrößen wie gewünschte Raumtemperaturen, Luftqualität oder Wartungsaufwand statt nur Produktnamen. Nutzen: Ein klares Zielbild erleichtert die Gewerkeabstimmung; Risiko: Unklare Prioritäten führen zu widersprüchlichen Entscheidungen (z. B. dichte Hülle ohne passendes Lüftungskonzept).
Dämmung außen/innen: Wählen Sie das Dämmprinzip passend zur Bausubstanz und zu Denkmalschutz- oder Fassadenanforderungen. Achten Sie auf Details an Anschlüssen (Fensterlaibungen, Rollladenkästen, Sockel), weil dort häufig die Verluste entstehen. Risiko: Falsch ausgeführte Anschlüsse können Feuchteprobleme begünstigen und die Wirkung der Dämmung reduzieren.
Fenster und Luftdichtheit: Planen Sie Fenstertausch, Dichtbänder, Anschlüsse und ggf. Sonnenschutz gemeinsam, damit keine Lücken in der Gebäudehülle bleiben. Prüfen Sie, ob nach Maßnahmen ein Luftdichtheitsnachweis oder ein Blower-Door-Test sinnvoll ist. Nutzen: Bessere Behaglichkeit und weniger Zugluft; Risiko: Dichtheit ohne geregelte Lüftung kann zu schlechterer Luftqualität führen.
Lüftung und Raumluft: Entscheiden Sie zwischen Fensterlüftung mit Nutzerkonzept und mechanischer Lüftung (zentral/dezentral) mit Wartungsplan. Berücksichtigen Sie Filterwechsel, Geräuschentwicklung und Kondensatführung bereits in der Planung. Nutzen: Stabilere Luftqualität; Risiko: Fehlende Wartung kann die Effizienz senken und Beschwerden verursachen.
Heizung, Warmwasser, Hydraulik: Prüfen Sie Heizlast, Heizflächen, Rohrnetz und Regelung, bevor Sie den Wärmeerzeuger tauschen. Ein hydraulischer Abgleich und saubere Regelstrategie sind oft entscheidend für Effizienz und Komfort. Risiko: Eine überdimensionierte Anlage arbeitet ineffizient und kann zu Taktung und höherem Verschleiß führen.
Solarenergie und Wartung: Wenn Photovoltaik geplant ist, klären Sie Dachzustand, Statik, Verschattung, Leitungswege, Zählerkonzept und Blitzschutzfragen mit Fachleuten. Legen Sie ein Wartungs- und Monitoringkonzept fest, inklusive Dokumentation für Betreiberwechsel. Nutzen: Bessere Planbarkeit im Betrieb; Risiko: Unklare Zuständigkeiten bei Störungen verlängern Ausfallzeiten.
Batteriespeicher sinnvoll planen: Bewerten Sie Lastprofil, Autarkie-Ziele, Notstrombedarf und Platz-/Brandschutzanforderungen, bevor Sie eine Speicherkapazität festlegen. Achten Sie auf Schnittstellen zu Wallbox, Wärmepumpe oder Energiemanagementsystem. Risiko: Ein Speicher ohne passendes Nutzungsprofil kann wirtschaftlich und technisch hinter den Erwartungen bleiben.
Digitale Services, Reise- und Gesundheitsbezug: Für Teams, die viel unterwegs sind, kann Telemedizin als ergänzender Service sowie eine strukturierte Reiseimpf- und Gesundheitsberatung in die Betriebsprozesse integriert werden. Planen Sie zudem barrierearmes Reisen für Mitarbeitende oder Gäste, z. B. mit klaren Buchungsinfos und Unterstützungsketten. Nutzen: Weniger Reibungsverluste im Alltag; Risiko: Unklare Zuständigkeiten und fehlende Einwilligungen erschweren die Umsetzung.
Recht, Datenschutz und Arbeitsrecht: Holen Sie frühzeitig rechtliche Begleitung ein, wenn eine Unternehmensgründung, Vertragsgestaltung mit Handwerksbetrieben oder Haftungsfragen rund um Umbauten relevant sind. Für Webseiten, Terminbuchung und Monitoring gilt: Datenschutzberatung hilft, Rollen, Auftragsverarbeitung und Löschkonzepte sauber aufzusetzen. Bei Personalfragen rund um Baustellenzeiten oder Reisetätigkeit ist eine arbeitsrechtliche Erstberatung sinnvoll, um Konflikte und Fehlzeiten zu reduzieren.
